Bandol, Frankreich

Domaine Tempier

Das Weingutsgebäude von Domaine Tempier ist umgeben von grünen Laubbäumen, Zypressen und Rebstöcken Domaine Tempier

Die Domaine Tempier gilt als Primus inter pares der Appellation Bandol. Besonders die Weine der Einzellagen «La Tourtine» und «La Migoua» sorgen für Begeisterung; obwohl sehr unterschiedlich, besitzen beide enorme Würze, Kraft und Lebendigkeit. 

Die Domaine Tempier liegt im Ort Le Plan du Castellet, der sich mitten im Herzen der kleinen südfranzösischen Appellation Bandol befindet. Das Weinanbaugebiet erstreckt sich zwischen Marseille und Toulon, an den Hängen eines natürlichen Amphitheaters, das die Reben vor rauen Stürmen schützt; hier wird Weinbau bereits seit 500 v. Chr. betrieben. 

Familienweingut mit Vision

Seit 1834 ist die Domaine im Besitz der Familie Tempier. Lucie Tempier heiratete 1936 Lucien Peyraud, welcher sich auf die traditionellen Weine der Region besann und das Weingut von 1941 bis 1982 leitete. Durch seine Arbeit und den Einsatz weiterer Visionäre der Region, erhielt Bandol 1941 den AOC-Status. 1982 übernahmen Luciens Söhne François und Jean-Marie den Betreib, für welchen seit dem Jahr 2000 Daniel Ravier als Geschäftsführer verantwortlich zeichnet. Die Domaine Tempier ist eines der wenigen familiengeführten Weingütern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das seine Authentizität vollständig bewart hat.

Mourvèdre und Terroir als Erfolgsgarant

Die wichtigste Rebsorte auf Tempier ist klar Mourvèdre, welche zu 60 bis 80% im Wein verarbeitet wird. Die Parzellen des Weinguts bilden einen Flickenteppich mit geologischer Vielfalt und erstrecken sich auf einer Fläche von 60 Hektar. Zu den grossen und bekannten Lagen gehören «La Migoua», «La Tourtine» und «Cabassaou», die seit den 60er Jahren einzeln abgefüllt werden. Die Bewirtschaftung erfolgte schon immer nach biologischen Methoden, der Zertifizierungsprozess ist seit dem Jahrgang 2024 abgeschlossen.

Im Einklang mit der Natur

Die Leitung des Weinbaus obliegt Jean-Philippe Fourney. Beim Rebschnitt wie auch bei der Lese wird konsequent auf Handarbeit gesetzt – im Einklang mit den natürlichen Mondzyklen. Für die Pflege zwischen den Rebzeilen sorgen Schafe, die auf ganz natürliche Weise das Unkraut regulieren und gleichzeitig die Böden beleben. So entsteht ein lebendiges Ökosystem, das die Qualität der Trauben spürbar prägt. Auch im Keller wird traditionell gearbeitet: der Ausbau erfolgt in grossen, meist alten Holzfudern – stets mit dem Ziel, Herkunft und Jahrgang klar herauszuarbeiten.

«Im Jahr 2000 stellte mich die Familie Peyraud ein, um die Domaine Tempier zu leiten. Das war der Beginn meiner persönlichen Beziehung zu Boucherville. Obwohl die Produktion schon seit jeher stark limitiert ist, reservieren wir jährlich ein Kontingent für unseren treuen Partner, da wir wissen, dass Boucherville in der Schweiz gute Arbeit leistet.»

Daniel Ravier

domainetempier.com

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