Piemont, Italien

Giulia Negri

Giulia Negri Giulia Negri

Sie ist eine eigenwillige Jungwinzerin, die den klassischen Weinbau im Piemont revolutioniert: Giulia Negri. Bereits mit 23 Jahren übernahm sie den elterlichen Betrieb und keltert elegante Weine, die Ausdruck ihres Terroirs sind und international für Furore sorgen. 

Das "Barologirl", ein Spitzname, der treffender kaum sein könnte. Bekam Giulia Negri ihn doch ausgerechnet von den Baroloboys, also von einigen der berühmtesten Winzer des Piemonts, wie Elio Altare und Angelo Gaja, die seinerzeit mit modernen Technologien die Barolo Welt auf den Kopf stellten. 

Ihr eigenwilliger Weinstil passt in keine Schublade

Giulia Negri stellt diese Welt nochmals auf den Kopf. Sie passt in keine Schublade. Sie ist weder eine Modernistin, denn sie mazeriert rund eineinhalb Monate in 60 Hektoliter grossen Holzgärständern und sie baut ihre Weine lange aus. In 2'500-Liter-Fässern aus slawonischer Eiche reifen drei verschiedene Barolo-Crus bis zu 30 Monate. Noch ist sie eine Traditionalistin, denn für ihre Chardonnay- und Pinot-Noir-Spezialitäten verwendet sie durchaus kleine französische Fässer. Allerdings keine typischen Barriques, sondern 350- Liter-Fässer und Tonneaux und die auch nur zu geringem Anteil neu. Ihre Weine sind schlicht und einfach aussergewöhnlich. Eigenwillig, mineralisch, elegant. 

Bereits der erste Barolo war ein Erfolg

Giulia Negri ist eine beeindruckende junge Frau. Mit nicht einmal 20 Jahren probierte sie ihre ersten eigenen Wein-Selektionen im elterlichen Betrieb, den sie nach ihrem Studium zur Bio-Technologin und Praktika im Burgund mit 23 Jahren komplett übernahm. Ihr erster eigener Barolo war der Jahrgang 2007 und schaffte es auf Anhieb in die Top 100 des Wine Enthusiast. Damals bezeichnete man sie noch als "Garagen-Winzerin". Seither hat sich einiges getan.

"Wir sind nur vier Personen, die alles machen, die Arbeit in den Weingärten, im Keller, im Büro und durch die halbe Welt reisen, um unsere Weine und unsere Philosophie zu verkaufen. Leider gibt es manchmal nur sehr wenig Wein, da unsere exponierten Lagen zwar vom Klimawandel profitieren, dafür aber zunehmend von Unwetter und Hagel heimgesucht werden."

Giulia Negri

giulianegri.com

Italien

Piemont

Das Piemont heisst so, weil es am "Fuss der Berge" liegt, an drei Seiten von den Alpen begrenzt. Es gehört zu den grossen Weinbauregionen der Welt. Mehr als 100 Rebsorten sind für den Qualitätsweinbau zugelassen. Die Spitzenplätze belegen Rotweine aus den bekannten Rebsorten Nebbiolo und Barbera.

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